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Deutsche Unternehmen fordern verstärkt Muttersprachler als Trainer
Die Unternehmenssprache Englisch rückt bei Trainings oftmals in den Hintergrund. Der Kölner Seminaranbieter ofischer academy, Spezialität Maßgeschneiderte Seminare mit Return on Education™, verzeichnet zunehmend Anfragen für Auslandseinsätze in der jeweiligen Muttersprache.
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Englisch ist heute in vielen multinational tätigen Unternehmen als Unternehmenssprache eine Selbstverständlichkeit. Warum dies so ist, erläuterte der Experte für Wirtschaftssprachen und ehemalige Betriebswirtschafts-Professor an der Uni Kiel Jürgen Hausschildt schon im Dezember 2005 gegenüber der Deutschen Welle. Trotz des Einsatzes von Dolmetschern und Übersetzern komme es bisher, so Hausschildt, „immer wieder zu Missverständnissen. Das gilt besonders für den firmeninternen Sprachgebrauch.“ Mit einer einheitlichen Sprachregelung können solche Probleme verhindert und Kosten reduziert werden. Viele Unternehmen setzen bisher jedoch auch bei Fortbildungsmaßnahmen außerhalb Deutschlands auf die englische Sprache. Ein kostengünstiger Ansatz, aber ist er auch inhaltlich zu vertreten?
Von Mensch zu Mensch bedarf es der Muttersprache
Ein deutscher Trainer für eine Anwenderschulung im IT-Bereich in englischer Sprache? Kein Problem. Aber wie steht es mit einem Verhandlungstraining in Griechenland für griechische Vertriebsmitarbeiter? Mag zwar im Unternehmen Englisch als einheitliche Sprache gelten, ist Englisch für ein solches Training trotzdem kein erfolgversprechender Ansatz, wenn sich die Trainingsinhalte zum Beispiel an griechische Endverbraucher richten. Zu viele Feinheiten in der zwischenmenschlichen Kommunikation gehen bei einem solchen Training verloren. Hier kommt es auf Nuancen in der Präsentation und der Verhandlungsführung an. Damit ist auch schon die Gruppe der betroffenen Seminarthemen klar definiert: Präsentationstrainings, Verhandlungs- und Verkaufstrainings, Gesprächsführung und kommunikative Kompetenz.
Muttersprache ja, aber „Made in Germany“
Dr. Frank Przybylski, Leiter der ofischer academy: „Aus Sicht vieler deutscher Unternehmen ist der Ansatz, für Trainings aus dem kommunikativen Sektor Muttersprachler in ihren Heimatländern einzusetzen, nicht zufriedenstellend. Das Problem liegt im hinreichenden Verständnis der deutschen Sprache." Daher präferieren immer mehr Unternehmen muttersprachliche Trainer und Coaches, die bereits eine Weile in Deutschland leben. Dieser Ansatz schlägt die Brücke zwischen der richtigen Vermittlungskompetenz und den im Stammland des Unternehmens erlebten und gelernten Unternehmenswerten. Der Trainer leistet somit, neben dem Wissentransfer im jeweiligen Fachthema, auch einen entscheidenden Beitrag zur interkulturellen Kommunikation. „Wir befürworten dieses Vorgehen“, so Przybylski. „Zugleich sind diese Trainings für uns immer wieder eine Herausforderung, denn hier geht es nicht um fachliche Kompetenz und Branchenkenntniss. Der scheinbar unwesentliche Aspekt der Muttersprache kann je nach Sprachanforderung eine harte Nuss sein." Um dabei die gewohnte Qualität zu liefern, ist die ofischer academy in diversen internationalen Trainer-Netzwerken vertreten. Für Unternehmen, die zukünftig verstärkt in den Landessprachen der Tochtergesellschaften schulen wollen, bietet die ofischer academy daher ihr Netzwerk und den Einsatz der internen Research Abteilung an.
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